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Avatar von yolkipalki

Immer wieder großartig, Ihre Beobachtungen zu lesen. Vielen Dank

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Avatar von Wolfgang Geuer

Liebe Petra Erler,

Zeiten wie diese, sind auch Zeiten für unfreiwillige Satire, weil „eins zum andern kommt“ (wie die Nato völlig überraschend an die russische Grenze). Mich erinnert es an das Bild vom ertappten Wilddieb mit dem toten Reh auf der Schulter. Wenn der Förster den Wilderer auf das Reh anspricht, erschrickt der fast zu Tode. Wirklich witzig. Aber in der Runde macht man keine Witz, denn die Situation ist ernst.

Im diesem Zusammenhang sehr beruhigend, dass in Deutschland Regierung und CDU-Opposition mit Geld für Waffen kein Problem haben. Dies zeigt jedoch auch, dass der so wichtige demokratische Diskurs über diese heikle Frage nicht geführt wird, nicht im Parlament, nicht in der Öffentlichkeit, nicht in den Medien. Und natürlich auch nicht in der EU.

Genau so verhält es sich mit dem Stationierungsbeschluss amerikanischer Mittelstreckenraketen in Deutschland. Ich würde gerne die Regierung in Berlin samt Opposition und auch die Raketen weg lachen, bin mir aber im Klaren, dass dies nicht funktionieren wird. Die öffentlichen Fürsprecher haben sich auf die Seite der Kriegsbefürworter geschlagen (alles soll auf dem Schlachtfeld entschieden werden). Dafür heimsen die literarischen Kriegsfedern sogar noch Friedenspreise und dergleichen ein. Die Theaterbühne ist gut ausgestattet, die Texte wirken wie aus dem Zettelkasten gezogen und stammen aus alten Zeiten, sind aber die derzeitige Sprechmode...

Vielen Dank für die Informationen auch wenn sie jenseits der Satire nur deprimieren.

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