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In einem (für mich) lesenswerten (da verständlich geschriebenen) Artikel https://globalbridge.ch/das-extralegale-sanktionsregime-der-eu/

werden die Schwierigkeiten der Betroffenen dargelegt, sich rechtlich gegen die Sanktionen zu wehren. Es ist ein Albtraum! Es wäre schön, wenn ein Anwalt in dem von Ihnen durchforsteten Dschungel einen neuen Ansatzpunkt (ein kleines Verfahrensfehlerchen o.ä.) fände. Anders ist dieser Ungeheuerlichkeit anscheinend nicht beizukommen

Avatar von Columba
Jan 20Bearbeitet

Einerseits und andrerseits. Einerseits interessant, wer solche Entscheidungen zu verantworten hat, andrerseits stellt sich diese EU mir immer mehr als ein höchst undemokratisches und letztlich von niemandem wirklich gewähltes und autorisiertes Konstrukt heraus, das immer weiter in persönliche Grundrechte eingreift.

Und ob das jetzt eine Kommission oder aber übereifrige Beamte zu verantworten haben, ist mir als einzelnem Bürger, der die Auswirkungen sieht und zu spüren bekommt, letztlich egal. Nicht jeder Bürger hat die Zeit, Lust und Energie sich in die Feinheiten von Strukturen einzuarbeiten und dass es mal gute Intentionen gab bei der europäischen Integration erscheint angesichts der Entwicklung hin zu einem undemokratischen bis totalitären Monster irgendwie vernachlässigbar.

Auch da scheinen gewisse Parallelen zu den sozialistischen Staaten auf, die ja auch eine gute Vision einer zutiefst gerechten und demokratischen Gesellschaft hatten, wobei die EU nach meinem Empfinden nicht diesen äußeren Gefahren und Beeinflussungen und Eingriffen ausgeliefert ist, denen diese Länder ausgesetzt waren und z.T. noch sind. Es ist halt kein Kampf zwischen Systemen, sondern innerhalb eines kapitalistischen Systems.

Nicht mit dem Bade Ausschütten hieße ja, dass man noch Hoffnung haben solle, dass die EU sich noch zu einem wirklichen Bürgerprojekt der europäischen Länder entwickeln könnte, zu dieser Hoffnung sehe ich angesichts des Personals und des unbegrenzten Einflusses der Wirtschaft wenig Anlass, um ehrlich zu sein.

Trotzdem herzlichen Dank für die Aufklärungsarbeit, liebe Leuchttürmerin, die ich allerdings manchmal nur in Häppchen ertrage.

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