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Avatar von Conrad Müller

Betrachtet man die Jahre seit der Wende - was hat Russland falsch gemacht? Was hätte R. anders machen müssen bzw. können? Ist es jemals durch aggressive Äußerungen in Richtung Westen aufgefallen? Auf die Handlungen des Westens hat es reagiert - mit Worten, sehr diplomatisch, nie ausfällig, beleidigend. Aufgerüstet hat es immer als Antwort auf Handlungen des Westens - seien es NATO-Strukturen an der "Ostflanke", seien es gekündigte Abrüstungsverträge. Das ist meine Wahrnehmung. Bin bereit, dies mit Fakten widerlegt zu sehen.

Manche sagen, es hätte in der Zeit vor dem 24. Feb. 2022 den Rohstoffreichtum als Druckmittel einsetzen müssen. Mir scheint das nicht plausibel. Der Westen selbst hat die Lieferverträge gekündigt bzw. nicht verlängert. Hätte R. es getan, wäre das Geschrei, R. würde die Abnehmer russischer Rohstoffe versuchen politisch zu erpressen, um ein Vielfaches größer, und es wären berechtigte Vorwürfe.

Selbst die teilweise in alternativen Medien kolportierte Aussage, nun würde R. mit solch einer Politik beginnen, indem es kein (kasachisches!) Öl nach Schwedt über die Druschba liefere, ist nicht stimmig: es wird die gleiche Menge geliefert, nur eben über russische Seeterminals an der Ostsee. Diese werte ich als Antwort auf bzw. den Versuch von massiven und vermehrten (und erfolgreichen) Drohnenangriffen im März und April dieses Jahres auf die Ölumschlageinrichtungen in Ust-Luga und am russischen Nordufer des Finnischen Meerbusens. Man kann dies als Versuch werten, die Abnehmerländer zu zwingen, Druck auf die Ukraine auszuüben, solche Angriffe zu unterlassen.

Aber zurück zur eigentlichen Frage: wo hat R. einen Fehler begangen? Welche Fehler hat R. begangen, die schwerer wiegen als die Fehler des Westens, die die Aggressivität des Westens in irgendeiner Weise rechtfertigen könnten?

Avatar von Klaus Bernhard
8dBearbeitet

Diesen Ukraine-Konflikt gibt es nur, weil Washington ein Macht-Apparat ist, mit dem selbst geschaffenen Anspruch, eine auserwählte Nation zu sein und das eigene „Verständnis“ von Freiheit notfalls der Welt mit Gewalt aufzuzwingen. Hinzu kommt, Anspruch auf Zugriff auf alle Rohstoffe zu haben, auf die eine oder andere Weise.

Bitter für Europa und Deutschland ist, dass nach dem WK 2 eine Art US-Amerikanisierung stattgefunden hat und man USA rosarot verklärt betrachtet. Man wünscht sich, dass in Deutschland es KEINE Transatlantiker mehr geben würde.

Vor kurzem haben verantwortungslose deutsche Politiker, als Beispiel, den 2 + 4-Vertrag gebrochen und in Rostock ein NATO-Marinekommando eröffnet. Diese Arroganz, die russischen Sicherheitsinteressen zu missachten, ist unerträglich.

Bedauerlicherweise sind weite Teile des Wahlvolkes sich des Ernstes der Situation wohl nicht bewusst, wie gefährlich das bundesdeutsche Parteienkartell (CDU/CSU, SPD, Grüne, FDP) mittlerweile ist. Bei den letzten beiden Landtagswahlen in Ba-Wü und Rhein-Pfalz landeten ca. 70 % der abgegebenen Stimmen bei den Kriegsparteien und Rentenzerstörern. Das MUSS anders werden. Man sollte dem BSW eine weitere Chance geben, nach dem Fehler, den das BSW zu Beginn gemacht hat und sich mit den Kriegsparteien auf Landesebene ins Bett gelegt hat.

Immerhin demonstrieren die jungen Leute gegen die Wehrpflicht. Es ist eine Bankrotterklärung des bundesdeutsche Parteienkartells, dass man bei all den Ereignissen nichts anderes zu bieten hat, als „kriegstüchtig“ zu werden. Das MUSS man abwählen bei jeder Gelegenheit.

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